© Foto: Anna-Maria Mayerhofer, 30. Mai 2022 (CC BY-NC-ND 4.0)
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Proteste müssen stören, sonst wären sie wirkungslos. Wenn Protestbewegungen in den öffentlichen Raum ausgreifen und sich dort fortsetzen, wenn sie ihn blockieren, erobern und schützen, dann entsteht Protestarchitektur.
14.2.2024—25.8.2024
Obere Ausstellungshalle
Die Ausstellung PROTEST/ARCHITEKTUR. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber geht den räumlichen Aspekten von Protestkulturen nach. Im Zentrum stehen politische Bewegungen, die sich im öffentlichen Raum manifestiert und spezifische Architekturen und Designobjekte hervorgebracht haben. Die Recherche zur Ausstellung förderte dabei ein ambivalentes, oft utopisches und mitunter risikoreiches Spektrum zutage: Es reicht von den Barrikadenkämpfen während der Julirevolution 1830 in Paris bis zum Körpereinsatz der Protestierenden in den zahlreichen Protestcamps, die sich heute in fast allen Regionen der Erde finden.
Detailreiche Modelle, gebaut an der Technischen Universität München und der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Andreas Kretzer), zeigen ausgewählte Protestcamps von der Resurrection City in Washington DC von 1968 bis zur Wiener „LobauBleibt!“-Bewegung von 2021/2022. Vierzig „Bodenstrukturen“ aus Lützerath, zumeist Pfahlbauten, wurden von Rokas Wille (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe) mit Fotopapiermodellen dokumentiert. Der Regisseur Oliver Hardt entwickelte speziell für die Ausstellung eine Filminstallation. Gemeinsam mit Aktivist*innen konnte eine Hängebrücke aus dem Hambacher Wald übernommen werden. Auch ein 1:10-Hängemodell des Barrios Beechtown, eine Leihgabe des Künstlers Stephan Mörsch, zeigt diese Waldbesetzung. Die „Lobau-Bleibt!“-Proteste werden zusätzlich durch zwei Filme der Künstler Oliver Ressler und Christoph Schwarz dokumentiert und die österreichische Gruppe von Extinction Rebellion stellte eine ihrer Tensegrity-Strukturen zur Verfügung. Die Ausstellungsarchitektur wurde von Something Fantastic entwickelt.
Die Publikation zur Ausstellung macht in Form eines Lexikons ein weitverzweigtes Feld an Bezügen und Verweisen auf, von 1830 bis 2023, von A wie Abschütten bis Z wie Zwentendorf.
Detailreiche Modelle, gebaut an der Technischen Universität München und der Hochschule für Technik Stuttgart (Prof. Andreas Kretzer), zeigen ausgewählte Protestcamps von der Resurrection City in Washington DC von 1968 bis zur Wiener „LobauBleibt!“-Bewegung von 2021/2022. Vierzig „Bodenstrukturen“ aus Lützerath, zumeist Pfahlbauten, wurden von Rokas Wille (Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe) mit Fotopapiermodellen dokumentiert. Der Regisseur Oliver Hardt entwickelte speziell für die Ausstellung eine Filminstallation. Gemeinsam mit Aktivist*innen konnte eine Hängebrücke aus dem Hambacher Wald übernommen werden. Auch ein 1:10-Hängemodell des Barrios Beechtown, eine Leihgabe des Künstlers Stephan Mörsch, zeigt diese Waldbesetzung. Die „Lobau-Bleibt!“-Proteste werden zusätzlich durch zwei Filme der Künstler Oliver Ressler und Christoph Schwarz dokumentiert und die österreichische Gruppe von Extinction Rebellion stellte eine ihrer Tensegrity-Strukturen zur Verfügung. Die Ausstellungsarchitektur wurde von Something Fantastic entwickelt.
Die Publikation zur Ausstellung macht in Form eines Lexikons ein weitverzweigtes Feld an Bezügen und Verweisen auf, von 1830 bis 2023, von A wie Abschütten bis Z wie Zwentendorf.
Erleben Sie die Ausstellung auch hörend mit dem MAK Guide, der kostenlos und ohne Download unter guide.MAK.at abrufbar ist.
Die Publikation zur Ausstellung macht in Form eines Lexikons ein weitverzweigtes Feld an Bezügen und Verweisen auf, von 1830 bis 2023, von A wie Abschütten bis Z wie Zwentendorf. Erhältlich im MAK Design Shop und unter makdesignshop.at
© Foto: Hans-Hermann Müller, 31. Mai 1980, Wendland-Archiv
© Foto: David Shankbone, 29. Oktober 2011 (CC BY 2.0)
© Foto: © Merle, 9. Dezember 2021
© Foto: Studio Incendo, 15. November 2019 (CC BY 2.0)
© Foto: Ian Usher, 8. Juni 2013 (CC BY-NC-SA 2.0)
© Foto: © Tim Wagner, 26. Mai 2019
© Foto: Merle, 23. November 2021
© Foto: Thomas O’Halloran, 1968, Collection of the Smithsonian National Museum of African American History and Culture, Gift of Abigail Wiebenson & sons, John, Derek & Sam in honor of John Wiebenson (Public domain)
© Foto: bahrain.viewbook.com, 13. März 2011 (CC BY-SA 3.0)
© Foto: Ahmed Abd El-Fatah, 15. Juli 2011 (CC BY-NC-SA 2.0)
© Foto: Jonathan Rashad, 9. Februar 2011 (CC BY 2.0)
© Foto: Marion S. Trikosko, 21. Mai 1968, U.S. News & World Report magazine photograph collection, Library of Congress (Public domain)
© Foto: Hans-Hermann Müller, 31. Mai 1980, Wendland-Archiv
© Stefan Lux/MAK
© Stefan Lux/MAK
© Stefan Lux/MAK
© Stefan Lux/MAK
© Stefan Lux/MAK
© Stefan Lux/MAK
© MAK/Nathan Murrell
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Eine Ausstellung des DAM – Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main, und des MAK – Museum für angewandte Kunst, Wien
Kuratorisches Team
Projektleitung, Kurator DAM: Oliver Elser
Kurator MAK: Sebastian Hackenschmidt
Kuratorische Assistenz, Recherche DAM: Anna-Maria Mayerhofer
Wissenschaftliche Volontärin DAM: Jennifer Dyck
Assistenz MAK: Judith Huemer
Programm
Die Ausstellung wird begleitet von einem rebellischen Rahmen- und Diskursprogramm. Workshops für Kinder und Erwachsene bieten die Möglichkeit, gemeinsam mit Aktivist*innen in Strategien, Denkweisen und kreative Methoden des zivilen Widerstands einzutauchen. Wir sticken zum Protest, machen so richtig (Sieb-)Druck und nutzen das Museum als Spielfeld für Widerstandstraining. Wir sprechen mit dem Gegenwartsanalytiker Friedrich von Borries über die Aufgaben zukunftsfähiger Architektur und mit Aktivist*innen der Letzten Generation über Protestmethoden und den widerständigen Kampf um Demokratie am Rand der Kriminalisierung. Kurator*innenführungen, Dialogführungen, eine MAK on Tour in die Lobau und nicht zuletzt unser regelmäßiges Führungsprogramm bieten besondere Einblicke in eine außergewöhnliche Ausstellung. Beim spielerischen Protesttraining speziell für Schulklassen gibt es einiges an Befreiendem, Rebellischem und Kreativem zu tun.
Gefördert von
Gefördert von

Teilprojekt zur Architekturvermittlung in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung

Sponsor

Kuratorisches Team
Projektleitung, Kurator DAM: Oliver Elser
Kurator MAK: Sebastian Hackenschmidt
Kuratorische Assistenz, Recherche DAM: Anna-Maria Mayerhofer
Wissenschaftliche Volontärin DAM: Jennifer Dyck
Assistenz MAK: Judith Huemer
Programm
Die Ausstellung wird begleitet von einem rebellischen Rahmen- und Diskursprogramm. Workshops für Kinder und Erwachsene bieten die Möglichkeit, gemeinsam mit Aktivist*innen in Strategien, Denkweisen und kreative Methoden des zivilen Widerstands einzutauchen. Wir sticken zum Protest, machen so richtig (Sieb-)Druck und nutzen das Museum als Spielfeld für Widerstandstraining. Wir sprechen mit dem Gegenwartsanalytiker Friedrich von Borries über die Aufgaben zukunftsfähiger Architektur und mit Aktivist*innen der Letzten Generation über Protestmethoden und den widerständigen Kampf um Demokratie am Rand der Kriminalisierung. Kurator*innenführungen, Dialogführungen, eine MAK on Tour in die Lobau und nicht zuletzt unser regelmäßiges Führungsprogramm bieten besondere Einblicke in eine außergewöhnliche Ausstellung. Beim spielerischen Protesttraining speziell für Schulklassen gibt es einiges an Befreiendem, Rebellischem und Kreativem zu tun.
Gefördert von
Gefördert von

Teilprojekt zur Architekturvermittlung in Kooperation mit der Wüstenrot Stiftung

Sponsor

Medien
Lützerath, Bundesrepublik Deutschland, 2020–2023 © Foto: Anna-Maria Mayerhofer, 30. Mai 2022 (CC BY-NC-ND 4.0)
Republik Freies Wendland, Gorleben, Deutschland, 1980 © Foto: Hans-Hermann Müller, 31. Mai 1980, Wendland-Archiv
Resurrection City, Washington, DC, USA, 1968 © Foto: Thomas O’Halloran, 1968, Collection of the Smithsonian National Museum of African American History and Culture, Gift of Abigail Wiebenson & sons, John, Derek & Sam in honor of John Wiebenson (Public domain)
Tahrir-Platz, Kairo, Ägypten, Protestcamp auf dem Tahrir-Platz während der „Revolution des 25. Januar“, 2011 © Foto: Jonathan Rashad, 9. Februar 2011 (CC BY 2.0)
Resurrection City, Washington, DC, USA, 1968 © Foto: Marion S. Trikosko, 21. Mai 1968, U.S. News & World Report magazine photograph collection, Library of Congress (Public domain)
Republik Freies Wendland, Gorleben, Deutschland, 1980 © Foto: Hans-Hermann Müller, 31. Mai 1980, Wendland-Archiv
im Vordergrund: Stephan Mörsch: „Beechtown“, 1:10-Modell der Baumhaussiedlung Beech town im Hambacher Wald, 2018–2023 im Hintergrund: Hängebrücke, Oaktown, Hambacher Wald 2019−2023 © Stefan Lux/MAK
MAK Ausstellungsansicht, 2024, PROTEST/ARCHITEKTUR. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber © Stefan Lux/MAK
MAK Ausstellungsansicht, 2024, PROTEST/ARCHITEKTUR. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber © Stefan Lux/MAK
MAK Ausstellungsansicht, 2024, PROTEST/ARCHITEKTUR. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber © Stefan Lux/MAK
Stephan Mörsch: „Beechtown“, 1:10-Modell der Baumhaussiedlung Beech town im Hambacher Wald, 2018–2023 © Stefan Lux/MAK
MAK Ausstellungsansicht, 2024, PROTEST/ARCHITEKTUR. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber © Stefan Lux/MAK