Die Ausstellung Josef Hoffmann und das Phänomen Poldi widmet sich dem sogenannten Poldihaus in Kladen/Kladno (Tschechien), das 1903 nach einem Entwurf von Josef Hoffmann als Gästehaus für die Besucher*innen von Karl Wittgensteins Stahlwerk „Poldi-Hütte“ erbaut wurde. Darüber hinaus beleuchtet die Schau Josef Hoffmanns Schaffen als Möbeldesigner.
15.6.2025—6.4.2026
Josef Hoffmann Museum Brtnice
Josef Hoffmann (1870–1956) war einer der bedeutendsten Architekten und Designer der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sein Geburtshaus in Brtnice wurde nach 1989 zu einem Museum umgestaltet, das seit Jänner 2006 von der Mährischen Galerie in Brno in Zusammenarbeit mit dem MAK Wien verwaltet wird. Die Ausstellungen des Museums konzentrieren sich auf Hoffmanns Werk und sein Inspirationspotenzial für heutige Künstler*innen.

In der aktuellen Schau werden die Besucher*innen mit der Zusammenarbeit zwischen Hoffmann und dem Kladnoer Stahlmagnaten Karl Wittgenstein (1847–1913) vertraut gemacht. Dabei wird die Geschichte des unauffälligen Poldihauses erzählt, das im Jahr 1903 zur Unterbringung wichtiger Besucher*innen des von Wittgenstein geführten Stahlwerks „Poldi-Hütte“ erbaut wurde – der Name „Poldi“ leitet sich von der Koseform des Vornamens seiner Frau Leopoldine ab. Darüber hinaus sind ausgewählte Möbelstücke zu sehen, die mit ihrer Einfachheit, ihren geometrischen Formen und einem zeitlosen Design ihrer Zeit weit voraus waren. Sie werden im vorgefundenen Zustand ausgestellt, was nicht nur ihren ästhetischen Wert unterstreicht, sondern auch die dramatischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts widerspiegelt.

Kuratorin: Michaela Kádnerová

Das Josef Hoffmann Museum ist eine gemeinsame Expositur der Mährischen Galerie in Brno und des MAK Wien.

Ausstellungsort: Josef Hoffmann Museum in Brtnice, náměstí Svobody 263, 588 32  Brtnice