Die Ausstellung WATER PRESSURE. Gestaltung für die Zukunft nimmt Wasser als Ressource zwischen Knappheit und Überfluss in den Fokus und vereint die kreative Kraft von Design, Architektur und Kunst mit visionären Konzepten aus der Wissenschaft für die globale Herausforderung, die lebenswichtige Substanz Wasser nicht nur zu bewahren, sondern auch langfristig nachhaltiger und gerechter zu nutzen.
21.5.2025—7.9.2025
Obere Ausstellungshalle
Ab 23.8.2025: Zwei Wochen gibt es noch einmal die seltene Gelegenheit, den weltberühmten Farbholzschnitt UNTER DER WELLE BEI KANAGAWA (Japan, ca. 1830) von Katsushika Hokusai (1760–1849), kurz Die große Welle, im Original zu sehen. Das Blatt ist eine der bekanntesten Grafiken der Welt und zählt zu den international am häufigsten reproduzierten Kunstwerken – inzwischen hat die Welle sogar ein eigenes Emoji bekommen. Zu sehen ab 23.8. bis 7.9.2025 in der Ausstellung WATER PRESSURE.

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Wasser ist die einzige Substanz auf der Erde, die in der Natur in allen drei Aggregatzuständen – flüssig als Wasser, fest in Form von Eis und gasförmig als Wasserdampf – existiert. Diese einzigartige Eigenschaft beeinflusst das Klima, den Wasserkreislauf und die Lebensbedingungen für alle Lebewesen.

Obwohl der Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht anerkannt ist, ist er für rund zwei Milliarden Menschen auf der Welt nicht gewährleistet und rund 3,5 Milliarden verfügen über keine sichere sanitäre Grundversorgung. Die Übernutzung von Wasserressourcen sowie die Austrocknung und Verschmutzung von Flüssen, Seen und Grundwasservorkommen verschärfen diese Krise.

WATER PRESSURE versammelt in fünf Kapiteln wegweisende Szenarien, die für die lebenswichtige Ressource Wasser sensibilisieren und auf die Verbesserung der Wassergerechtigkeit abzielen:

Water Stories erzählt in einer vielfältigen Collage aus Ideen und Beispielen verschiedener Epochen und Kulturen von der kulturellen Bedeutung von Wasser, um unsere Verbindung zum Wasser und das Verständnis für seine Rolle im Ökosystem wiederzuerwecken.

Bodily Waters erkundet die enge Verbindung des Wassers zu menschlichen und nicht menschlichen Körpern. Dabei geht es vor allem auch um globale Ungleichheiten beim Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie alternative Szenerien für Sanitär- und Abwassermanagement.

Thirsty Cities zeigt innovative Lösungen für die Wasserkrise in internationalen Metropolen wie Chennai, London, Mexiko-Stadt, Kopenhagen und Lagos, um Wasserknappheit, Verschmutzung und Überflutungen zu begegnen – von der Abwasserreinigung mithilfe von Pflanzen bis zur schwimmenden Architektur.

Invisible Water führt den Wasser­Fußabdruck von Landwirtschaft und Industrie vor Augen und skizziert neue Wege zur Reduktion des Wasserverbrauchs und der Wasserverschmutzung.

Ecosystems zeigt alternative Ansätze zur Wiederherstellung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur und betont die Rolle von Flüssen und Ozeanen für den Erhalt der Biodiversität. Auch lokales und indigenes Wissen wird hier für die Vision einer kreativeren und widerstandsfähigeren Wasserkultur aktiviert.

In Wien wurde die Ausstellung um raumgreifende Installationen zeitgenössischer Künstler*innen und Designer*innen, historische Objekte aus der MAK Sammlung sowie für Österreich relevante Projekte erweitert.

RAHMENPROGRAMM
Das vielfältige Rahmenprogramm lädt zu einer Pool Party ohne Pool, einem hydrofeministischen choreografischen Spaziergang entlang des Wienflusses, interdisziplinären Talks, inspirierenden Diskussionsspielen, einer Kuratorinnenführung mit Jane Withers (21.5.,16.30 Uhr) und vielem mehr.

Kinder und Schüler*innen können die Schau in einer spielerischen Reise zu Wasser erkunden, Geschichten in Farbe tauchen und in Aquarelltechnik einen bunten Fluss durch die DIREKTION FÜR ALLE! fließen lassen.

Unter guide.MAK.at führt der kostenlose Audioguide von der Ausstellung in die Stadt und lässt so Wiener Wassergeschichten in das MAK einfließen.

Regelmäßige Führungen finden im Mai, Juni und Juli sonntags um 16.30 Uhr statt.

Den kostenlosen Audioguide zur Ausstellung finden Sie unter guide.mak.at
Eine Ausstellung des MAK in Kooperation mit dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MK&G) und Jane Withers Studio, London

KURATOR*INNEN WANDERAUSSTELLUNG
Jane Withers Studio (Jane Withers, Ria Hawthorn), Erika Pinner (MK&G Hamburg)

KURATORIN MAK-AUSSTELLUNG
Marlies Wirth, Kuratorin Digitale Kultur, Kustodin MAK Sammlung Design

In der Ausstellung vertreten sind: 350.org; Amazon Sacred Headwaters; Andrew Esiebo; Anna-Lülja Praun / Franz Josef Altenburg; Arthur Guilleminot; Arup; Atelier LUMA; AusBlau Studio; Bauhaus-Universität Weimar; Bernd und Hilla Becher; Bjoern Segschneider; Cannupa Hanska Luger; Colorifix; Cristina Iglesias; Diana Scherer; Dutch Invertuals & Edhv; EOOS; Epic Cleantec; Fee Schlapper; Fernando Laposse; Goldeimer; H+N+S Landschapsarchitecten; Hamam magazine; Hamburg Wasser; Hydraloop; Isla Urbana; Jack’s Solar Garden; Jane Withers Studio; Julia Watson; Julian Charrière; Kari Korkman; Karl Troels Sandegård; Katsushika Hokusai; Klarenbeek & Dros; LaToya Ruby Frazier; LAUFEN GmbH; Lawrence Weiner; Leonard Koren; LIXIL; Luisa Jane Charles; Lumo Inc.; Margarida Mendes und Pedro Neves Marques; Mari Yamazaki; Marjetica Potrč; Material Cultures mit Bauhaus Earth; Meridel Rubenstein; MIT – Massachusetts Institute of Technology; Morna Livingston; NLÉ; Oliver Niewiadomski; OOZE Architects and Urbanists; Pauline Hafsia M’Barek, Pnat, Potters for Peace, raumlaborberlin; Regierung Tuvalu; Rose-Lynn Fisher; Sanivation; SCAPE Landscape Architecture; Second Sea mit Accept & Proceed; SOURCE; Studio Makkink & Bey; Sungai Watch; Superflux; Synchronicity Earth; TAHMO – Trans-African Hydro-Meteorological Observatory; Taller Capital; The Dry Collective; The Monkeys; The World Around; Tom Hegen; TREDJE NATUR; University of Cape Town; Utagawa Hiroshige; Utagawa Kuniyoshi; Veditum India Foundation (Shridhar Sudhir); waiwai Research & Design Agency; WASHKING Limited; WasserStiftung; Werner Bischof; Wilding Radio; Wirtschaftsministerium der Republik Fidschi in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ); Wura-Natasha Ogunji.

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