Anhand von sieben Fallstudien beleuchtet die Ausstellung die zunehmende Bedeutung der visuellen Untersuchung und das Wirken von Architektur im Spannungsfeld zwischen Interessenvertretung, Journalismus und Recht sowie im Streben nach Gerechtigkeit und Rechenschaftspflicht.
18.6.2026—13.9.2026
MAK Center Los Angeles, Schindler House
Menschenrechtsverletzungen sind in der Öffentlichkeit präsenter denn je, nicht zuletzt aufgrund der Allgegenwart von Bildquellen: Smartphones, Satelliten, Überwachungsgeräte und Körperkameras der Polizei produzieren große Mengen an audiovisuellem Material, das gewalttätige und repressive Vorfälle sowie anhaltende Ungerechtigkeiten dokumentiert.

Nachrichtenredaktionen, Staatsanwaltschaften und Menschenrechtsorganisationen beschäftigen sich zunehmend mit der Verarbeitung und Kontextualisierung dieser Datenströme, sowohl im Zusammenhang mit aktuellen Nachrichten als auch im Rahmen von längerfristiger Berichterstattung und Mechanismen zur Rechenschaftspflicht. Interdisziplinäre Teams, denen u. a. Architekt*innen, Filmemacher*innen und Informatiker*innen angehören, setzen unter-schiedlichste Werkzeuge und Methoden ein, um Verstöße über Zeit und Raum hinweg zu analysieren.

Kurator*innen: Andres Lepik, Lisa Luksch (in Partnerschaft mit dem Architekturmuseum der TUM)