Ihre Porträts von Staatsoberhäuptern, Parteiführer*innen, aber auch berühmten Künstler*innen schmückten vielfach die Titel-seite der Wochenzeitschrift. Auf diese Aufnahmen war die Fotografin stolz und zeigte sie zu Lebzeiten in Ausstellungen. Die Präsentation im MAK wird eine andere, weniger bekannte Seite ihres Schaffens offenlegen – jene, die heute besonders begeistert.
Zwischen Vernissagen, Konferenzen und Premieren durchstreifte Barbara Pflaum unermüdlich die Straßen Wiens und beobachtete seine Bewohner*innen. Situative Fotografien oder meisterhafte Porträts zeigen nicht nur ihren außergewöhnlichen Beobachtungssinn, ihren Humor und ihr phänomenales Gespür für Form, sondern auch eine große soziale Sensibilität. Die Ausstellung wird sich auf genau diese Fotografien konzentrieren – en passant, für sich selbst aufgenommen.
Ein Teil davon fand Eingang in einen 1961 erschienenen Wien-Bildband von Pflaum, viele wurden jedoch nie veröffentlicht.
Sie zeigen den Alltag der Stadtbewohner*innen ebenso wie Straßenproteste, zum Abriss bestimmte Stadtviertel oder Szenen auf weihnachtlichen Jahrmärkten.
Gastkuratorin: Karolina Ziębińska-Lewandowska